Flexible Trainingsklasse

Rückblick und Ausgangslage:

Mit Beginn des Schuljahres 2002/03 hat das Staatliche Schulamt Altötting an der Max-Fellermeier-Schule Neuötting bayernweit erstmals eine in dieser Konzeption völlig neuartige Ganztages-Intensivklasse zur Betreuung besonders verhaltensauffälliger und an der Sprengelschule nicht mehr beschulbarer Schüler/-innen der Hauptschulen des Landkreises Altötting eingerichtet und bis zum Schuljahr 2018/19 erfolgreich umgesetzt.

Im Rahmen der Inklusion wurde 2017 das Konzept der „Ganztages-Intensivklasse“ in Kooperation mit der Regierung von Oberbayern überarbeitet und in das nun für Oberbayern gültige Konzept der „Flexiblen Trainingsklasse“ übertragen.

Zielgruppe: Schüler/-innen der Mittelschule,

  • die in ihrer Gruppenfähigkeit (Teilnahme im Regelklassenverband) zeitweise beeinträchtigt sind.
  • die durch ihr Verhalten auffällig sind und einen hohen Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung haben.
  • deren Status, ggf. noch nicht geklärt ist, aber voraussichtlich laut Beobachtungen der Klassenlehrkraft, Bera-tungslehrkraft/Schulpsychologe, MSD und Schulleitung ein sonderpädagogischer Förderbedarf esE und eine drohende seelische Behinderung nach § 35a SGB VIII (Eingliederungshilfe) zu erwarten sind. 

Rahmenbedingungen

  • maximal 8 Schüler/innen i.d.R. im 6., 7. oder 8. Schulbesuchsjahr
  • gebundene Ganztagesklasse
  • Verweildauer i.d.R. max. 12 Monate
  • intensive Beschulung und Betreuung durch ein Lehrerteam und ein sozialmedizinisches Behandlungsteam mit Sozialpädagogen, Psychologen und Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin
  • aktive Bereitschaft der Erziehungsberechtigten zur intensiven Zusammenarbeit

Ziele

  • Erlernen von Regelverhalten im schulischen Rahmen
  • Gewöhnung an eine geregelte, strukturierte Lebensführung
  • Aufbau und Festigung von Selbstwertgefühl und Selbstständigkeit
  • Stabilisierung der Persönlichkeit und des Sozialverhaltens
  • Steigerung der Lern- und Leistungsbereitschaft
  • Handlungsorientierte Auseinandersetzung mit lebenspraktischen Lerninhalten
  • Sozialkompetenztraining, ggf. auch Berufsorientierung
  • Erleben sinnvoller Freizeitgestaltung
     

Zurückführung der Schüler in die Regelklasse
Prävention: Wiedereingliederung der Kinder und Jugendlichen in ein strukturiertes und eigenverantwortliches Lernen und Leben

Schulamt Altötting

Staatliches Schulamt

  • Überprüfung und Entscheidung über die Aufnahme im Einvernehmen mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie
  • Zuweisung der Schüler
  • Versorgung mit Lehrerstunden
  • Begleitung und Unterstützung

Landratsamt Altötting

Amt für Kinder, Jugendliche und Familie

  • Einschätzung und Feststellung der Teilhabebeeinträchtigung nach § 35 SGB VIII
  • Überprüfung und Entscheidung über die Aufnahme im Einvernehmen mit dem Staatlichen Schulamt
  • Jugendhilfe (Finanzierung Sozialpädagoge)

Max-Fellermeier-Schule

Max-Fellermeier-Volksschule Neuötting

  • geeigneter Standort (geeignete Lehrkräfte mit Erfahrung, ausreichende Räumlichkeiten, Beförderung möglich)
  • Erziehung und Unterricht
  • Stadt Neuötting als Sachaufwandsträger

Zentrum Kinder + Jugend Medizin

Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) am Zentrum für Kinder und Jugendmedizin Inn-Salzach-Rott

  • Sozialmedizinische Behandlung auf Grundlage der Mehrdimensionalen Bereichsdiagnostik (MBS) durch ein Behandlungsteam bestehend aus einem Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Psychologen, Sozialpädagogen, Spezialtherapeuten (wie z.B.: Ergo-, Physio-, Logo-, Musik-, und / oder Kunsttherapie)
  • Träger der sozialpädagogischen Betreuung

Pestalozzi

Sonderpädagogisches Förderzentrum Neuötting u.U. Antoniushaus Marktl

  • Beratung, Unterstützung und Einzelförderung

Bundesagentur für Arbeit

Bundesagentur für Arbeit

  • Beratungsgespräche, Berufsorientierung und Berufsfindung

Aufnahmeverfahren nach dem Zwischenzeugnis:

  • Meldung der potenziellen Schüler durch
  • die abgebende Mittelschule,
  • deren JaS und/oder
  • durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie
  • auf Anregung des SPZ 

an die Max-Fellermeier-Mittelschule Neuötting

zwei Wochen vor den Osterferien:

  • Einladung durch das Staatliche Schulamt zum Abstimmungsgespräch (Schulleiter, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Lehrkräfte, SPZ-Sozialpädagoge)

nach den Osterferien:

  • Aufnahmegespräche mit Schulleitung, Vertretern der FTK (Lehrkraft, SPZ-Sozialpädagoge), ggf. JaS der abgebenden Schule und/oder ASD-Mitarbeiter des Jugendamtes, Eltern und Schüler

Antrag der Eltern zur Aufnahme in die FTK an der Max-Fellermeier-Mittelschule

zwei Wochen vor den Pfingstferien:

  • Einladung durch das Staatliche Schulamt zum Entscheidungsgespräch (Schulleiter, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Lehrkräfte, SPZ-Sozialpädagoge)
     

Notwendige Weiterarbeiten:

  • Eltern: Terminvereinbarung zur Vorstellung beim zuständigen Kinder- und Jugendarzt im SPZ, (ggf. Diagnostik) und Beantragung der ambulanten Eingliederungshilfe nach § 35 a SGB VIII
  • MSD: Erstellen des förderdiagnostischen Berichts (falls noch nicht vorhanden)
  • Schulleitung: Stellungnahme in Zusammenarbeit mit dem FTK-Team zur Aufnahme ggf. Ablehnung
  • Schulleitung: Antragsweiterleitung (Antragsformular ROB) mit allen Unterlagen (Dokumentation, Förderdiagnostischer Bericht (Anm.: … kann ggf. nachgereicht werden), Beobachtungen, …) an das Staatliche Schulamt Altötting
  • Staatliches Schulamt: Überprüfung des Sachverhaltes und Bescheid; temporäre Aufnahme in die Klasse ggf. durch Zuweisung (Anm.: Zuweisung ist zur Klärung der Kostenträgerschaft für Gastschulverhältnis und Busbeförderung zwingend notwendig) an die Schule (Art. 43 Absatz 2 Satz 1 aus päd. Gründen)


Finanzierung

  • 54 Lehrerstunden MS + 5 MSD durch Zuweisung der Reg. v. Obb. (Schülerzahl + Inklusion + 12 GtK-Stunden + FöL)
  • 24 WoStd. bis zum Beschluss des Jugendhilfeausschusses, dann 30 WoStd. Sozialpädagoge (SPZ Altötting) finanziert durch die Jugendhilfe (Amt für Kinder, Jugendliche und Familie AÖ)
  • sonstige Projekte - Ganztagsbudget
  • Einzeltherapie kassenfinanziert
  • Beförderungskostenübernahme → Zuweisung

Rückführung

  • i. d. R. an die Sprengelschule
  • in begründeten Einzelfällen auch Verbleib an der Schule mit FTK oder Wechsel an eine andere Schule, ggf. andere Schulform
  • FTK bietet aufnehmenden Schulen ein Übergabegespräch an
  • Maßnahmen zur Rückführung werden individuell mit aufnehmender Schule besprochen

Der LehrplanPlus der Mittelschule

Der Bildungsanspruch

Die Mittelschule sichert und erweitert die in der Grundschule erworbenen Erkenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu einer grundlegenden Allgemeinbildung sowie zu anwendbaren fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen und führt zur Ausbildungsreife. […]

Der Erwerb von Alltagskompetenzen, die zur erfolgreichen Bewältigung alltäglicher, auch außerschulischer Lebenssituationen erforderlich sind, bildet einen weiteren Schwerpunkt.

Der Erziehungsanspruch

Die Mittelschule unterstützt die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg, Verantwortung gegenüber sich selbst und anderen zu übernehmen, um als mündige Bürgerinnen bzw. Bürger am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und dies mitzugestalten. […]

Die Erziehung zu einer weltoffenen, lebensbejahenden und selbstbewussten Einstellung, verbunden mit einem achtsamen, toleranten und respektvollen Umgang mit der Meinung und Lebensweise anderer, erweitert die sozialen Handlungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler.

Die Inklusion

Die Mittelschule als gemeinsamer Lernort für Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ermöglicht Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe. […]

Die Mittelschule berücksichtigt in Erziehung und Unterricht die individuellen Ausgangslagen für Entwicklung und Lernen von Schülerinnen und Schülern auch mit sonderpädagogischem Förderbedarf und bietet ihnen Gelegenheit, ihre fachlichen, methodischen, sozialen und kulturellen Kompetenzen einzubringen und weiterzuentwickeln.

Einen sonderpädagogischen Förderbedarf können Schülerinnen und Schüler in einem oder mehreren der folgenden Förderschwerpunkte aufweisen: […] emotionale und soziale Entwicklung […]

Die Lehrkraft wählt kooperative Lernformen und unterrichtet handlungsorientiert, um erfolgreiche individualisierte Lernprozesse zu ermöglichen. […]

Erfolgreiche Inklusion bedeutet auch die Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in schulische Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse sowie die regelmäßige Kooperation zwischen Erziehungs- und Sorgeberechtigten, Lehrkräften, Mobilen Sonderpädagogischen Diensten, Sozial- oder Jugendhilfe, therapeutisch-medizinischen Fachkräften sowie der Berufsberatung.

Der kompetenzorientierte Unterricht

Der kompetenzorientierte Unterricht berücksichtigt die individuelle Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler und ermöglicht ihnen eine aktive, geistige sowie handlungsorientierte Auseinandersetzung mit bedeutsamen Themen und Fragestellungen sowie die Reflexion des eigenen Lernens

Unterricht in einer Flexiblen Trainingsklasse im Ganztag - Stundenplan

  • Unterricht in Kombiklasse 6./7./8. nach dem Lehrplan
  • Erstellung individueller Lernpläne im multiprofessionellen Team
  • individuelle Förderung und Unterricht in Kleinstgruppen (FöL, MSD)
  • Steigerung der Lern- und Leistungsbereitschaft sowie der Motivation
  • Projektarbeit (z. B. Schulgarten)
  • Soziales Lernen: Erlernen und Trainieren sozialer Kompetenzen
  • Vermittlung von Alltagskompetenzen
  • gemeinsames Kochen und supervidierte Mahlzeiten (Frühstück und Mittagessen) als zentrale und haltgebende Punkte im Tagesablauf
  • Erlebnispädagogik (mehrtägige Klassenfahrten, Ausflüge, Schulgarten, …)
  • Sanktions-/Belohnungssystem
  • Therapieangebote: Ergotherapie und Psychotherapie
  • sozialpädagogische Begleitung der Schüler/innen: sozialpädagogische Einzelfallhilfe und soziale Gruppenarbeit
  • Elternarbeit (Elterngespräche, ggf. Hausbesuche, therapeutische Elterngruppe, thematische Elternabende, vier Familienaktionstage an Wochenenden)
  • Teambesprechungen, Fallbesprechungen, Supervisionen für das Betreuerteam der FTK

Ein Diplom-Sozialpädagoge des Sozialpädiatrischen Zentrums ist in der Flexiblen Trainingsklasse eingesetzt. Seine wichtigsten Aufgabenfelder sind Einzeltherapien sowie die sozialpädagogische Nachmittagsbetreuung.

Sozialpädagogische Aufgabenbeschreibung

Anforderungsprofil/ Voraussetzung ist …

  • der Abschluss eines staatlich anerkannten Studiengangs (Diplom Sozialpädagoge, Sozialarbeiter/-pädagoge B.A., Sozialarbeiter/-pädagoge M.A., Master of Social Work)
  • nach Möglichkeit Erfahrungen im Umgang mit entwicklungsgestörten, verhaltens-auffälligen, chronisch kranken und behinderten Kindern und Jugendlichen, deren Familien und ihrem sozialen Umfeld
  • erwünschte Zusatzqualifikation im Umgang mit sozialen Folgen spezifischer Störungs- und Krankheitsbilder, in Beratung und Gesprächsführung, ggf. mit Zusatzbezeichnung Kinder- und Jugendpsychotherapeut.

Folgende fachliche Kompetenzen müssen vorhanden sein:

Kompetenz in der Erhebung einer umfassenden Sozialanamnese unter Berück-sichtigung des Umfeldes, Kompetenz zur sozialrechtlichen Beratung einschließlich der erforderlichen Behördenkontakte, Hilfestellung und Ausführung bei schriftlichen Anträgen und Hilfe bei der Durchsetzung berechtigter Ansprüche. Kompetenz in der Eltern-, Familien- und Krisenberatung, Kompetenz zur Thematik Frühe Hilfen, Kindeswohlgefährdung, Prävention und unterstützende Maßnahmen in Fragen des Kinderschutzes sowie Kompetenz in der Netzwerkarbeit.

Im Besonderen ist die Bereitschaft zur Integration fachspezifischer Anteile in das multiprofessionelle Team in interdisziplinärer Zusammenarbeit notwendig.

Als Bindeglied zwischen Schule und Gesundheitssystem ist er im Rahmen der Sozialpädiatrie Teammitglied in der sozialmedizinischen Betreuung durch Arzt, Psychologen und weiteren Therapeuten. Dazu gibt er regelmäßige Berichte für diese Gruppe ab und nimmt an den interdisziplinären Teambesprechungen für seine Schüler teil. Schwerpunkt des medizinischen Auftrages ist die Detektion vor allem von Komorbiditäten, die therapiebedürftig sind und die eine Stabilisierung und Integration des Schülers positiv beeinflussen.

Als Bindeglied zwischen Schule und Gesundheitssystem ist er im Rahmen der Beschulung der Schüler ein stets ansprechbarer Gruppenteilnehmer in der Schule vor Ort sowie jedem Schüler wöchentlich in einer Einzelstunde zur Beratung zur Verfügung stehend.

Freizeitgestaltung

Die Schüler werden am Nachmittag durch den Sozialpädagogen und eine Lehrkraft betreut. Den Schülern stehen somit zwei Ansprechpartner zur Verfügung. Häufig geht es darum, die am Vormittag aufgetretenen Konflikte aufzuarbeiten. Den Übergang vom Vormittagsunterricht zur Nachmittagsbetreuung bildet ein gemeinsam zubereitetes Mittagessen. Die Schüler lernen dabei neben praktischen Fertigkeiten die Übernahme von Verantwortung. Im Anschluss daran erfolgt noch einmal eine Arbeitsphase, die zum einen für Hausaufgaben und zum anderen für unterrichtliche Vorhaben genutzt wird.

Ein weiterer fester Bestandteil am Nachmittag ist ein wöchentlich stattfindendes soziales Kompetenztraining. Hierbei lernen die Jugendlichen in der Gruppe ihre Gefühle adäquat zu äußern, sich an Regeln zu halten, Lob und Kritik anzunehmen sowie sich selbst zu kontrollieren.

Weitere Aktivitäten am Nachmittag sind gemeinsame handwerkliche Projekte, Sport, Wanderungen mit Landkarte, Gesellschaftsspiele, Kreativ-Workshops. Die Erlebnispädagogik ist ein wichtiges Element der Arbeit mit den Schülern der Flexiblen Trainingsklasse.

Sich selbst in der Gemeinschaft mit Anderen und die Natur zu erleben, sind besondere Anliegen. Die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Schwächen wird in der Gruppe intensiv erfahren und reflektiert, die Kritikfähigkeit dadurch erhöht und gefördert. Sich etwas zutrauen und anderen zu vertrauen, ist sowohl für die Persönlichkeitsentwicklung als auch für eine gute Zusammenarbeit im Team von großer Bedeutung. Vor allem bei mehrtägigen Fahrten werden verstärkt erlebnis-pädagogische Elemente eingesetzt. Klettersteige begehen, unterirdische Höhlen befahren, Orientierungswanderungen bestehen, einen Hochseilgarten besuchen oder ein Überlebenstraining absolvieren, gehören zu den Höhepunkten eines Schuljahres. Dabei erhalten die Schüler Gelegenheit zum Erwerb sozialer Kompetenzen sowie Anregungen für eine aktive und sinnvolle Freizeitgestaltung.

Elternarbeit
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Sozialpädagogen, aber auch der Lehrkräfte, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern. Als besonders wirksam erweist sich ein regelmäßiger Informationsaustausch mit den Eltern. Je nach individueller Problematik gibt es für die Eltern regelmäßige Termine beim Sozialpädagogen. Für die Schüler ist es von großer Wichtigkeit, zu wissen, dass Schule und Elternhaus intensiv Kontakt halten. Für die Entscheidung, ob ein Schüler oder eine Schülerin in die Flexible Trainingsklasse aufgenommen wird, ist die Bereitschaft der Eltern zur Mitarbeit entscheidend. Die Eltern bestätigen mit ihrer Unterschrift, dass sie in Krisenfällen den Kontakt mit der Schule pflegen.

Das besondere Merkmal dieses Konzeptes der flexiblen Trainingsklasse im Landkreis Altötting ist das vernetzte Zusammenarbeiten von Schule, Amt für Kinder, Jugend und Familie und Gesundheitswesen, um die Inklusion dieser förderbedürftigen Schüler nachhaltig positiv zu beeinflussen. Hervorgegangen ist dieses aus den positiven langjährigen Erfahrungen der Ganztagesintensivklasse, welche die Vernetzung im Regelbetrieb sehr erfolgreich für die betroffenen Schüler haben umsetzen können. Dabei kommt der Mehrbereichsdiagnostik (MBS) der Sozialmedizin nach den Struktur- und Qualitätspapiervorgaben der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (Altöttinger Papier) zum Einsatz, genauso wie die damit verbundene Ziel- und Ressourcenplanung, umgesetzt durch ein Behandlungsteam aus Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen und (Spezial-) Therapeuten. Die verbindende Schlüsselrolle zwischen der Sozialpädiatrie und der Schule kommt hierbei dem Sozialpädagogen zu. Er vermittelt quasi den ganzheitlichen Ansatz dieses Gesamtkonzepts von Schule und Sozialmedizin im Alltag des Schülers.